Die verborgene Sängerin (25.1)

„Denn Humus ist die Basis unseres irdischen Lebens, er ist buchstäblich sein Anfang und sein Ende, er entsteht durch Leben, und Leben entsteht durch ihn. Er ist der vielfältigste, verworrenste, erstaunlichste, weiseste und zugleich primitivste Ausgleich zwischen den unzähligen Gestaltungen und den noch unzähligeren Bedürfnissen des Lebens. Er ist die unablässige Verwandlung des Zustands, den…

Read More

Die verborgene Sängerin (25.2)

In ihrem vor genau hundert Jahren veröffentlichten Zukunftsroman „Die Feuerseelen“ beschäftigte sich Annie Francé-Harrar bereits mit der Umweltzerstörung durch mangelnde Ressourcenwirtschaft. Sie war eine frühe Öko-Kassandra, aber eine, die es nicht bei Warnungen beließ, sondern zugleich über Lösungen nachdachte und an deren Umsetzung mitwirkte. Nach dem Tod ihres Mannes setzte sie die gemeinsame Arbeit unermüdlich…

Read More

Die verborgene Sängerin (23.2)

In der Mondstraße ist der der Auer Mühlbach auf einmal wieder da, ein kurzes bezauberndes Bachstück lang. Sind wir noch in München? Grachten, innerstädtische Wasserstraßen, Venedig, Amsterdam kommen in den Sinn. (Weiter hinten im Text wird mir das wie eine Vorahnung erscheinen.) Dann folgen Franz und ich nicht länger dem Bachlauf, sondern einer Einladung zum…

Read More

Die verborgene Sängerin (22)

Wir sind zurückgekommen, noch einmal den Giesinger Berg hinauf, noch einmal zum Stadion. Die Eingangstore zeigen sich verschlossen, das Publikum hat Hausverbot. Im Herbst der Pandemie verlieren die Bäume bereits ihre Blätter, der Fußball rollt vor leeren Rängen, der Rasen ist weiterhin grün. War es ein Fehler, zweimal in Folge denselben Ort aufzusuchen? Ich wollte…

Read More

Die verborgene Sängerin (21.2)

Franz und ich wandern die Tegernseer Landstraße entlang. Giesing Zentrum. In der ehemaligen Stadtbibliothek werden jetzt Fahrräder verkauft. Schicke Lifestyleräder, E-Bikes, Pedelecs. Am Edelweißplatz werfen wir einen Blick auf den „Torre Pendente“, einen riesigen Mahagonibaumstamm, 2 Meter Durchmesser. Seit den 1980er Jahren ragt er schräg gen Himmel und gemahnt an die naturgegebenen Grenzen des Wachstums.…

Read More

Die verborgene Sängerin (16.2)

Franz und ich stehen am Steg zum Deutschen Museum. Das Licht zur Mittagszeit, sagt der Fotograf, ist knallhart wie ein Scheinwerfer, der alles erleuchtet. Unsere Schatten reichen nur knapp über unsere Nasenspitzen hinaus. Wir schauen flussaufwärts und flussabwärts, die Sonne brennt, ein Lüftchen weht. Wenn wir in den Fluss spucken, hätte unsere Spucke gute Chancen…

Read More

Die verborgene Sängerin (14.1)

Wo ist das Oben und wo das Unten einer Straße, wo ihr Anfang und wo ihr Ende? Wir beginnen bei den hohen Zahlen und schreiten voran zu den niedrigen, und dann wieder zurück. Oben Baustelle, unten Kirche. Oder umgekehrt, oben Glockengeläut und bei den Hausnummern über Hundert aufgerissener Asphalt. Wie oft bin ich diese Straße…

Read More

Die verborgene Sängerin. Eine Recherche.

>> Direkt zu den Blogtexten und Bildern Oder erst Infos zum Projekt lesen: Vor einigen Jahren hörte ich zum ersten Mal von der „verborgenen Sängerin“, einer Kunstaktion im öffentlichen Raum. Man erzählte mir, die ausführende Künstlerin stamme aus der Schweiz, sei Sängerin und Performerin und bisher vor allem in ländlichen Gegenden in Erscheinung getreten. Sie…

Read More