Ich schreibe Erzählungen und kurze Prosatexte, Geschichten, Fragmente. Texte von unterschiedlicher Länge und Beschaffenheit, manche betrachtend-dokumentarisch wie Fotografien aus Sprache, andere erzählend, fiktiv, biografisch oder nacherzählend auf der Grundlage von Interviews.

Zu schreiben bedeutet für mich immer zu kommunizieren, in Dialog zu treten, jemandem oder etwas eine Stimme zu verleihen.

Zwischen den Zeilen. Worum es mir geht ist, Geschichten auf eine Weise zu erzählen, dass Ausgrenzungsmechanismen ihre Wirksamkeit verlieren, zu schreiben in einer Sprache, die den ganzen Menschen meint. Geschichten, die Raum lassen für eigene Bilder und verstehbar sind wie Spiele. Mich interessiert das Unausgesprochene, Nonverbale, alles, was zwischen uns ist. Das Heilige im Profanen. Alltagssituationen und deren Verlangsamung. Andere Blickwinkel. Die Perspektive des Gegenübers.

Über mich Sela Miller - Foto: I. Berr
Geboren 1967, wohne und arbeite in München und auf dem Land bei Tutzing. Während und nach dem Studium (Theaterwissenschaft, Soziologie, Amerikanistik) Beschäftigung an verschiedenen Theatern, später eigenständige Kunst- und Literaturprojekte für den öffentlichen Raum und Leseperformances. Veröffentlichung meiner Prosatexte in Zeitschriften, Weblogs, Ausstellungskatalogen, projektbegleitenden Editionen. Beim müry salzmann Verlag erschien im Frühjahr 2017 das Buch „Rose fährt Rennrad“.